Newsletter für Familienforschung in Ost- und Westpreußen -
zuverlässig, kostenlos und ohne Verpflichtung!

Zur Newsletteranmeldung

Veranstaltungen 2020 


Das Vereinsseminar in der Akademie Sankelmark 2020

Fast 70 Familienforscherinnen und Familienforscher (Anfänger und Profis) trafen sich wie jedes Jahr am Ende Januar 2020 zum Vereinsseminar "Familiengeschichte - Ortsgeschichte - Regionalgeschichte" in der Akademie Sankelmark nahe Flensburg.

Drei Tage lang dominierten bunt gemischte Vorträge und Workshops aus unserem Forschungsgebiet das Programm. Themen waren:

  • "Die große Pest in Ostpreußen"

  • "Familysearch: Quellen und Forschungsmöglichkeiten"

  • "Die Abstimmung 1920 in Westpreußen"

  • "Faszination Familienforschung - Crowd Searching".

  • Ein eigentlich trockenes Thema wie die preußische Landreform von 1807 firmierte unter dem Motto "Unangemessene Begehrlichkeiten und unlautere Manipulationen" und löste alle Erwartungen ein.

  • Und auch "Büsum, Frisches Haff, Kärnten, Mamonowo" machte neugierig auf einen Vortrag über Familienforschung im Kreis Heiligenbeil.

Workshops dienten der Vertiefung und griffen wie immer aktuelle und praxisnahe Themen für Anfänger und Fortgeschrittene auf. Das Fachwissen war einfach beeindruckend!
Darüber hinaus machten viele anregende Gespräche in schöner Umgebung und angenehmer Atmosphä
re dieses Seminar zu einer großartigen Veranstaltung. Alle Teilnehmer beabsichtigen, auch das Seminar im nächsten Jahr zu besuchen. (fr)

Veranstaltungen 2019 


Erfolg beim Deutschen Genealogentag

Am Wochenende 13. bis 15. September 2019 fand in Gotha der 71. Deutsche Genealogentag unter der Schirmherrschaft der DAGV und des Bürgermeisters von Gotha statt. Viele Vereine und Institutionen, aber auch kommerzielle Anbieter sowie Familienforscher aus Deutschland, Europa, den USA und Brasilien waren der Einladung der AGT (Arbeitsgemeinschaft Genealogie Thüringen e.V.) gefolgt.

Der Deutsche Genealogentag bietet immer wieder die Gelegenheit, interessante Menschen kennen zu lernen, Gleichgesinnte zu treffen, Kontakte zu pflegen und Gedanken auszutauschen.

Begrüßungsreden, Festabende und Vorträge begleiteten die eigentliche Veranstaltung in der alten Stadthalle. Das historische Ambiente passte ausgezeichnet zum gegebenen Anlass, was viele Besucher und Aussteller positiv bemerkten.

Der Stand des VFFOW war von Anfang an umlagert, so dass wir sehr froh waren, mit so vielen Vereinskollegen und guter Ausstattung vor Ort zu sein. Es kamen Anfänger, die z. B. nur wissen wollten, wie "das mit der Familienforschung in Ostpreußen funktioniert". Aber es kamen auch erfahrene Forscher, die von ihren neusten Ergebnissen berichteten. Manche "steckten fest" und suchten nach hilfreichen Tipps. Ein junger Mann hatte seinen Vater mitgebracht, um ihn zu überzeugen...

Unser Fazit: Noch nie hatten wir bei einer Veranstaltung so viele Interessenten für eine Mitgliedschaft und Vereinsbeitritte gehabt! Ein voller Erfolg! (fr)



Eindrücke vom Schwedischen Genealogentag in Borås (2019)

(Borås) - Mehr als 5.000 zahlende Besucher zählten die Organisatoren des Genealogentages am 24. und 25. August 2019 im schwedischen Borås. Beeindruckend: Rund 100 Stände, die von insgesamt etwa 500 einheitlich in neofarbenen Polo-Shirts gekleideten Helferinnen und Helfern betreut wurden. Für den VFFOW mit dabei war Freya Rosan. Sie berichtet:

"Zehn Vortragsreihen mit jeweils drei gut besuchten Referaten standen im Mittelpunkt der großartig organisierten Veranstaltung. Christian Kirchner (DAGV und AGT-Thüringen) hielt einen der insgesamt 30 durchweg spannenden Vorträge. Alleine seinem Referat, das er auf Schwedisch hielt, lauschten zwischen 250 und 300 interessierte Zuhörer! Das Thema lautete "Många möjligheter finns men tålamod behövs, forskning i tyska kyrkböcker" (auf deutsch: "Es gibt viele Möglichkeiten, aber es ist Geduld erforderlich, in deutschen Kirchenbüchern zu recherchieren").

Die deutschen Familienforscher waren in Borås in nennenswerter Zahl vertreten. Unter ihnen Christian Kirchner (DAGV und AGT), zwei Kollegen von Compgen (u.a. die 1. Vors. Susanne Nicola), das Ehepaar Sobieski (Verein für Familienforschung Lübeck), Gabi Drop von der AGoFF, Harald Müller-Baur von ARCHION, Hans-Dieter Grahl von den "G-Gruppen" (Grenzenlose Genealogie über die Ostsee). Drei der Kollegen sprachen schwedisch, sonst verständigte man sich auf Englisch und Deutsch.

Der Stand des VFFOW war gut besucht. "Allein am Samstag", so berichtet Freya Rosan, "hatten wir rund 200 Gesprächskontakte vor Ort". Die Fragen seien oft ähnlich gewesen: "Wie forscht man in Deutschland? Wo und wie finde ich was? Wo bekomme ich Hilfe?" (Hierzu muss man wissen, dass in Skandinavien fast alle im Familienforschungszusammenhang relevanten Daten online einsehbar sind. Ein Traum für Familienforscher!
Freya Rosan: "Doch es gab auch spezielle Anfragen zu Ost- und Westpreußen. Dabei ging es z. B. um die Familien Buskies aus Spucken Kreis Heydekrug, Jeziorowski aus dem Kreis Johannisburg, Milbredt und Meyer aus Gumbinnen und Goldap sowie die Familien Hoff und Kafka aus Westpreußen. "In manchen Fällen konnte am Stand des VFFOW sofort geholfen werden - dank eines gut ausgestatteten PC mit Zugriff auch auf die Datenbanken unseres Vereins.

Auf lebhaftes Interesse stießen die neuen Vereinsflyer des Vereins für Familienforschung in Ost-und Westpreußen in Schwedisch. Kurt G. Jörgensen hatte dankenswerter Weise die Übersetzung und den Druckauftrag übernommen.

Freya Rosan erinnert sich gerne an die beiden Tage unter Familienforschern in Schweden zurück: "Wir vom `Deutschen Stand`, die wir uns jetzt selbstverständlich alle duzen, waren uns zum Abschluss der Veranstaltung einig, dass wir zusammen ein tolles Wochenende hatten und sich der Einsatz trotz der langen Anreise und des hohen Aufwandes gelohnt hat. Allein schon das informelle Miteinander unter Vereinskollegen ist ein Riesengewinn!" Auch sei es schön gewesen, so fährt sie fort, vielen Menschen helfen zu können, selbst wenn es manchmal "nur" darum gegangen sei, dass man sich persönliche Geschichten anhörte. So seien Menschen mit deutschen Wurzeln an den Stand des VFFOW gekommen, die Nachfahren von Glasbläsern waren oder die als Kinder im Nachkriegsdeutschland von schwedischen Familien adoptiert worden waren. Deutsch-schwedische Verbindungen sind oft tiefer und weitreichender als sich viele von uns das bisher vorgestellt haben.

Mit besonderer Freude berichtet Freya Rosan abschließend über eine Begegnung am Stand beim Genealogentag in Borås: "Eine Dame war so glücklich über meine Hilfe, dass sie mich per Mail nach Schweden zu einem Besuch eingeladen hat." Wenn das nicht eine schöne Anerkennung ist!

© 2020 - 2021 Verein für Familienforschung in Ost- und Westpreußen e. V. [als gemeinnützig anerkannt]