Verwandtschaftsbezeichnungen und Verwandtschaftsgrade

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Bevor wir uns ernsteren Themen zuwenden - hier etwas zum Schmunzeln

  • „Es ist so schwierig etwas über meine Vorfahren zu finden, sie müssen an einem Zeugenschutzprogramm teilgenommen haben!“

  • Ahnenforscher: die einzigen Menschen, die sich für Todesanzeigen begeistern.

  • „Fertig! Mein Stammbaum ist nun vollständig.“ Diesen Satz wird ein Ahnenforscher niemals sagen. NIEMALS!

  • Ahnenforschung ist wie Verstecken spielen: sie verstecken sich… wir suchen sie!

  • Gene-Allergie: eine ansteckende Krankheit, die wir lieben.

  • Genealogie: wenn die Antwort zu einem Problem nicht die Lösung, sondern zwei weitere Rätsel mit sich bringt!

  • „Früher hatte ich viel Freizeit … dann entdeckte ich die Familienforschung.“


Wer mit wem innerhalb des eigenen Familienverbandes verwandt ist, dürfte wohl für Familienforscher eine der zentralen Fragestellungen sein. Über Jahrhunderte hinweg haben sich Sprache und Schreibstil verändert, das trifft auch zum Teil auf die im Laufe der Zeit verwendeten Verwandtschaftsbezeichnungen zu. Vielen Familienforschern sind bestimmt noch die Bezeichnungen OHEIM, MUHME oder GEVATTER bekannt. Die jüngere Generation kann möglicherweise mit diesen alten Verwandtschaftsbezeichnungen nichts mehr anfangen.

Um nicht den Überblick zu verlieren, sollte sich jeder (angehende) Familienforscher im Allgemeinen mit den früher und heute gebräuchlichen Verwandtschaftsbezeichnungen auseinandersetzen. Ganz besonders sollte man aber auch die regionalen Unterschiede nicht außer Acht lassen, die einem bei der Forschung nach den eigenen Vorfahren begegnen können.

Ist nun der Cousin meines Vaters mein Großcousin oder mein Großonkel?

Diese oder ähnliche Fragen stellt sich wohl jeder Familienforscher von Zeit zu Zeit. Antworten darauf gibt Heiko Hungerige, der aus verschiedenen Quellen eine hilfreiche Zusammenstellung gefertigt und als kostenlosen Download zur Verfügung gestellt hat. Diese unverzichtbare Forschungshilfe kann hier heruntergeladen werden:


Begriffserklärungen

  • Oheim:
    ist eine veraltete Bezeichnung für den Bruder der eigenen Mutter (also den Onkel mütterlicherseits) -> siehe auch: Wikipedia

  • Muhme:
    bezeichnete ursprünglich die Tante = Schwester der Mutter; seit dem Ausgang des Mittelalters bezeichnete man damit aber auch die Vaterschwester oder Geschwistertochter (Cousine); allgemein wurde diese Bezeichnung aber auch für weibliche Verwandte verwendet (siehe auch: Wikipedia).

  • Gevatter:
    veraltet für Pate

Der Grad der Verwandtschaft ist nicht nur für Familienforscher (Genealogen) ein interessantes Thema, sondern spielt auch in rechtlicher Hinsicht eine bedeutende Rolle. Zu nennen wären da zum einen das Erbrecht, das Erbschafts- und Schenkungssteuerrecht, das Familienrecht.

Unterschieden wird prinzipiell die Blutsverwandtschaft, die auf genetischer Abstammung beruht und die sog. rechtliche Verwandtschaft, die zum Beispiel bei einer Adoption zum Tragen kommt.

  • Verwandte ersten Grades -> dazu zählen Eltern und Kinder

  • Verwandte zweiten Grades -> sind die Großeltern im Verhältnis zu den Enkelkindern sowie Geschwister untereinander

  • Verwandte dritten Grades -> sind die Urgroßeltern im Verhältnis zum Urenkel, Bruder/Schwester eines Elternteils, also Onkel/Tante bzw. Nichte/Neffe

  • Verwandte vierten Grades -> sind Ur-Ur-Großeltern im Verhältnis zum Ur-Ur-Enkel sowie Cousin/Cousine

  • Schwägerschaft "entsteht" durch Einheiratung -> hier besteht keine genetische oder biologische Verwandtschaft

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